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Marienglashöhle
Jeder Besucher des Thüringer Waldes sollte nicht verpassen, einmal die Marienglas-Höhle bei Friedrichroda zu besuchen. Denn in einem großen natürlichen Hohlraum im Felsen bildeten sich im Verlauf von Jahrmillionen Gipskristalle, welche den gesamten Hohlraum ausfüllten. Nachdem man im Jahr 1784 durch Bergbautätigkeiten diese Grotte entdeckt hatte, wurden die leicht spaltbaren Kristalle abgebaut, um sie für Verzierungen zu verwenden. Die interessanten Reflexionseffekte der Kristalle gaben so z.B. Gemälden, Kronleuchtern und Altären ein besonders feierliches Aussehen. Da das Material sehr häufig bei Marienbildern zum Einsatz kam, nannte man die Kristalle bald Marienglas. Im Schloss Friedenstein in Gotha findet man noch einen Spiegel mit diesen Verzierungen und im gegenüberliegenden Naturkundemuseum einen riesigen Kristall. Heute wird die inzwischen unter Naturschutz stehende Kristallgrotte von Besuchern aus Nah und Fern bestaunt. Sachkundige Führer erklären die Entstehung der Kristalle. Und da der ehemalige Bergbaubetrieb auch als Schaubergwerk dient, erfährt man auch viel über den Bergbau und über das harte Los der einstigen Bergmänner und ihrer Familien. Übrigens ist das Bergwerk inzwischen ein gefragter Ort für standesamtliche Trauungen und zur Weihnachtszeit für Konzerte. Nach Voranmeldung können größere Gruppen die Besichtigung mit einer unter Tage gereichten Feuerzangenbowle beenden. »
Öffnungszeiten: Täglich von 09:00 Uhr - 17:00 Uhr (im Winter bis 16:00 Uhr). Weitere Auskünfte unter Telefon: 03623-311667
Für gastwirtschaftliches Flair ist im Gasthaus „Sankt Marien“, welches sich unmittelbar vor dem Höhleneingang befindet bestens gesorgt. Es besticht durch sein rustikales Ambiente im Bergbaustiel und bietet hervorragende kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geschmack.
Nähere Informationen auf http://www.waldgasthaus-sankt-marien.de/
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